Gottes gebietendes Wort ist euch ganz nahe. Es ist auf euren Lippen und in eurem Herzen. Ihr müsst es nur befolgen! 5. Mose 30,14
Die Wüstenwanderung hat ein Ende. Vor der Besiedelung der neuen Heimat legt Mose seinem Volk lang und breit Gesetze und Regeln für das zukünftige Zusammenleben vor. Glück und Unglück hängen daran, sagt er. Mehr noch: Leben und Tod.
Etwaigen Bedenkenträgern nimmt Mose den Wind aus den Segeln:
Das Gesetz ist nicht zu schwer für euch und auch nicht unerreichbar fern. Es schwebt nicht über den Wolken und ist auch nicht am Ende der Welt. Nein, Gottes gebietendes Wort ist ganz nahe. Es ist auf euren Lippen und in eurem Herzen. Ihr müsst es nur befolgen! 5.Mose30,11-14
Gedankensprung
Was die Gottesdienste betrifft, will unser Pfarrer heraus aus dem alten Trott. Er ist experimentierfreudig.
Zum Eingang singen wir aus dem EGplus und nicht wie seit Jahrzehnten (oder Jahrhunderten?) EG 156.
Während der Predigt kommen die Worte nicht von oben herab und rauschen nicht über uns hinweg. Niemand bekommt Genickstarre beim Blick hoch zur Kanzel. Weil… der Pfarrer spricht vom Pult aus im Altarraum. Der ist nur eine Stufe höher als die Sitzplätze der Gemeinde.
Mir fällt auf, mit der Veränderung der Position hat sich auch Art und Weise der Predigt geändert. So, beinahe auf Augenhöhe, redet der Pfarrer mutig von Schwächen und Zweifeln seines Glaubenslebens. Das wirkt authentisch und macht Mut, eigene Schwächen vertrauensvoll zum Gottesdienst mitzubringen. (Nicht einmal der Pfarrer ist perfekt.)
Mose hat Recht. Gottes Wort schwebt nicht über den Wolken und ist nicht am Ende der Welt. Es ist uns ganz nah und wartet nur darauf, in unseren Herzen anzukommen.
