Die Gemeinde in Judäa, Galiläa und Samarien erlebte nun eine friedliche Zeit. Sie festigte sich und machte Fortschritte in einem gottgefälligen Leben. Apostelgeschichte 9,31
Saulus, der zu Paulus wurde, ist auf dem Weg nach Tarsus. Nach der schlimmen Bedrohung und Verfolgung der Gemeinde durch ihn kehrt nun Frieden ein.
Wer hätte gedacht, das sich alles zum Guten wendet? Solche Problemlösungen für aussichtslose Lagen kann nur Gott allein finden.
Es bleibt nicht für immer alles gut – aber schlechte Zeiten dauern auch nicht ewig!
Saulus verfolgte noch immer mit grenzenlosem Hass alle, die an den Herrn glaubten, und drohte ihnen an, sie hinrichten zu lassen. Kurz vor Damaskus umgab Saulus plötzlich ein blendendes Licht vom Himmel. Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Apostelgeschichte 9,1.3.4
Gedanken beim Gottesdienstbesuch (im Urlaub), als ich das Kreuz an der Wand entdeckte:
Oh (Schreck)! Ich habe nicht gesehen, dass Du da bist. Ach, was sage ich. Sicher bist Du da. Aber nicht so. So nah. So lebensgroß. Du weißt ja, Kreuzigungsszenen sind nicht mein Ding, denen gehe ich aus dem Weg – außer an Karfreitag. Siehst Du, da haben wir’s. Jetzt brauche ich ein Taschentuch. (Hoffentlich sieht das niemand).
Die Pastorin erzählt davon, wie Du Saulus auf seinem Weg nach Damaskus begegnet bist und ihn gefragt hast, warum er Dich verfolgt.
Wo Du schon mal hier und zum Greifen nah bist, möchte ich Dich fragen: Würdest Du das noch einmal tun? Menschen aufhalten, die mit grenzenlosem Hass unterwegs sind, um Christen zu töten? Würdest Du Dich ihnen noch einmal in den Weg stellen und fragen: Warum tust du das? Würdest Du sie vom Saulus zum Paulus werden lassen? Wie schön wäre das.
Die Pastorin hat das Amen gesprochen. Ich komme näher und sehe Dich an. Schmerz und Tod zeichnen Dein Gesicht.
So schwer mir dieser Anblick fällt, ich bin dankbar für das Leben, dass Dein Kreuz schenkt.
Ich gehe jetzt. Danke für die Begegnung. Und mit dieser Saulus-zum-Paulus Sache verlasse ich mich auf Dich. Amen
Alle miteinander stürzten sich auf Stephanus und schleppten ihn vor die Stadt, um ihn zu steinigen. Die Zeugen legten ihre Oberkleider vor einem jungen Mann namens Saulus ab, damit er sie bewachte. Apostelgeschichte 7,58
In der heutigen Bibellese begegnet mir Paulus mir als junger Mann. Ich lese von seiner unrühmlichen Beteiligung an der Christenverfolgung und von seiner Mitwirkung bei einer Hinrichtung. Ich erkenne den späteren Missionar, Gemeindeleiter und Verfasser zahlreicher Briefe kaum wieder.
Ich lese, wie der Diakon Stephanus von falschen Zeugen beschuldigt und vor dem jüdischen Rat zum Tode verurteilt wurde.
„Alle miteinander stürzten sich auf Stephanus und schleppten ihn vor die Stadt, um ihn zu steinigen. Die Zeugen legten ihre Oberkleider vor einem jungen Mann namens Saulus ab, damit er sie bewachte.“ Als der Verurteilte starb, war Saulus „völlig einverstanden mit dieser Hinrichtung.“ „Ein paar fromme Männer begruben Stephanus und hielten eine große Totenklage für ihn. Saulus aber wollte die Gemeinde vernichten.“ Apostelgeschichte 7,57.58 8,1a.2.3
Heute noch leidet die Christenheit unter Verfolgung. Heute noch können Menschen sich (mit Gottes Hilfe) ändern und vom Saulus zum Paulus werden. Beides will ich nicht vergessen.