Unbehagen

Der Pfarrer rettete die Situation mit einem Ausflug in die Geschichte Israels. Ich hörte zu:

Das Jeremia-Buch ist etwa 2600 Jahre alt und stammt aus einer uns völlig fremden Kultur. Es ist sehr wichtig für Israel und seine Geschichte – also auch für die christliche Kirchengeschichte. Israels Glaube an Gottes Schutz und an die Unzerstörbarkeit des Tempels lag nach der Eroberung durch Nebukadnezar zusammen mit dem Tempel in Schutt und Asche. Das Volk Gottes wurde in alle Winde zerstreut; doch es besann sich auch ohne den Tempel auf seinen Glauben. Man sammelte die Schriften Jeremias. Diese waren eine Hilfe, in den fremden Ländern die eigene Identität zu finden und zu bewahren.

Für uns kann das bedeuten, dass Gott zwar die größten Katastrophen zulässt, aber dass Er uns hindurchführt und einen Neuanfang möglich macht. Und: Jeremia zu kennen gehört zur geschichtlichen Bildung.

Na endlich!

Alles wird gut

Mein Plan mit euch steht fest:
Ich will euer Glück und nicht euer Unglück.
Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft.

Das sage ich, der HERR.

Ihr werdet kommen und zu mir beten,
ihr werdet rufen und ich werde euch erhören.
Ihr werdet mich suchen und werdet mich finden.
Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht,
werde ich mich von euch finden lassen.

Das sage ich, der HERR.

Ich werde alles wieder zum Guten wenden.
Jeremia 29,11-14