Ich bin nicht als Richter in die Welt gekommen, sondern als Retter. Johannes 12,47
… die heutigen Bibellese wirft Fragen auf.
Im Glaubensbekenntnis sprechen wir u.a. „Er (Jesus) sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.“ Wo gerichtet wird, gibt’s ein Gericht.
Nun lese ich:
Amen, ich versichere euch: Alle, die auf mein Wort hören und dem glauben, der mich gesandt hat, haben das ewige Leben. Sie kommen nicht mehr vor Gottes Gericht; sie haben den Tod schon hinter sich gelassen und das unvergängliche Leben erreicht. Johannes 5,24
und weiter:
Alle, die Gutes getan haben, werden auferstehen, um das Leben zu empfangen, und die Böses getan haben, um verurteilt zu werden. Johannes 5,29
Auferstehung gibt’s für alle – Gute und Böse? Dann kommt das Gericht? Die Guten werden das Leben empfangen und die Bösen werden verurteilt werden? Die an Jesus glauben, bekommen das (ewige) Leben ohne Gerichtsverhandlung (sozusagen geschenkt)?
„Alle die Gutes getan haben, werden auferstehen, um das Leben zu empfangen.“ Dieser Satz irritiert mich. Gibt’s zwei Möglichkeiten? Gutes Tun oder an Jesus glauben? (Oder tun Gläubige eh‘ nur Gutes?
Andererseits, was mache ich mir Gedanken… Für mich gibt’s sowieso nur eine Möglichkeit, denn Gutes tun schaffe ich nicht. Damit gewinne ich nicht mal einen Blumentopf, vom ewigen Leben ganz zu schweigen.
