Ich denke, „die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihr Nest; aber der Menschensohn hat keinen Platz, wo er sich hinlegen und ausruhen kann.“ Matthäus 8,20
Na gut. Nachdem Jesus die engsten Mitarbeiter für eine besondere Mission ausgewählt hat, geht er also nach Hause.
Zieht er sich Wohlfühlsocken und Freizeithose an, legt sich auf’s Sofa und liest ein gutes Buch?
Nein. Mit hinlegen und ausruhen wird es tatsächlich nichts. Denn „wieder strömte eine so große Menge zusammen, dass er und seine Jünger nicht einmal zum Essen kamen.“ Markus 3,20
Überstunden. Arbeiten über den Feierabend hinaus. Berufstätigen wird das bekannt vorkommen. Heutzutage würde ein gutmeinender Freund Jesus vielleicht auf sein Helfersyndrom aufmerksam machen. Vielleicht würde er ihm empfehlen, achtsam zu sein und von seinen Verpflichtungen loszulassen. Und Jesus hätte vielleicht von gutem und schlechtem Stress gesprochen…
Ich schweife ab und rede Unsinn. Nur eins noch. Wer hat eigentlich das Essen zubereitet (das ja leider warten musste und bestimmt kalt wurde). Konnte Jesus kochen?
Die Vorstellung, dass Jesus ein Zuhause hatte, gefällt mir sehr gut. Ich danke dem Evangelisten Markus, dass er davon erzählt hat!
Dann nahm er das Buch, in dem er das Bundesgesetz aufgeschrieben hatte, und las es den versammelten Israeliten laut vor. Sie versprachen: „Wir wollen alles gehorsam tun, was der HERR uns befiehlt.“ 2. Mose 24,7
Mose wird von Gott auf den Berg Sinai gerufen. Drei Priester und siebzig Älteste sollen ihn begleiten. Bevor er sich auf den Weg macht, sagt er dem versammelten Volk die Gebote und Gesetze des HERRN. Das Volk verspricht, sich daran zu halten.
Am nächsten Morgen wird ein Stier geschlachtet und ein Opferfest gefeiert. Mose liest noch einmal die Gesetze aus einem Buch vor, in das er sie aufgeschrieben hat. Wieder verspricht das Volk, sich daran zu halten.
Nun erst steigt er in Begleitung der Ältesten und Priester auf den Berg, um Gott zu begegnen.
Auf manches in diesem 24. Kapitel des zweiten Buch Mose kann ich mir keinen Reim machen. Was ist denn aus dieser schönen Geschichte der Kinderbibel geworden, in der Mose auf dem Berg Sinai die Gesetze auf Steintafeln beschrieben von Gott selbst überreicht bekommt?
Doch dieses Durcheinander soll mich nicht weiter beunruhigen. Von der Schöpfungsgeschichte gibt es ja auch mehrere Versionen…
Eines in diesem Kapitel ist mir vertraut: Das Vorlesen der Gebote und Gesetze und die Bestätigung durch das versammelte Volk.
Zur Liturgie unserer Gottesdienste gehört ebenfalls eine Schriftlesung, bei der ein Abschnitt aus der Bibel vorgelesen wird. Die Gemeinde antwortet auf die Lesung mit „Halleluja“ und mit dem Glaubensbekenntnis.
Wenn ich auch nicht alles begreife, klar ist: Das Bündnis zwischen Gott und Mensch aus Zeiten des Mose zieht weite Kreise bis hin zur Gottesdienstfeier in unserem Dorf. – Wer hätte das gedacht.
Die Glücksspielgesellschaft lockt, mit einem ausgefüllten Schein ließe es sich machen. Der Volksmund spricht, jeder könne es sich schmieden. Der Psalmbeter sagt:
Dir nahe zu sein ist mein ganzes Glück. Psalm 73,28
Du wünschst Dir ein langes Leben, willst aber auf keinen Fall alt aussehen? Glück gehabt, denn…
Weil sie in der Nähe des HERRN gepflanzt sind, in den Vorhöfen am Tempel unseres Gottes, wachsen und grünen sie immerzu. Noch im hohen Alter tragen sie Frucht. Immer bleiben sie voll Saft und Kraft. Psalm 92,14.15
Du fürchtest dich vor Krankheit und Schmerzen? Glück gehabt, denn…
Ich bin der HERR, dein Arzt. 2. Mose 15,26
Du machst und tust, um alles Wichtige zu schaffen. Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr um Jahr.
Du wünschst Dir mehr Zeit für das Schöne und das Notwendige? Sei guten Mutes und freu Dich über alles was gelingt! Denn…
Alles geht nicht Ich kann nicht alles haben aber ich kann mich freuen über alles was ich habe alles geht nicht aber ich freue mich über alles was geht und irgendwas geht immer
Du möchtes dein Leben aktiv gestalten? Du befürchtest, es könnte stumpfsinnig und öde werden, wenn du weniger mobil bist?
Keine Angst! Auch wenn du mal in die Lage kommen solltest, dass du nicht mal mehr den kleinen Finger krümmen könntest, will Gott dir ein erfülltes reiches Leben schenken.
Gott vermag dir jede Gabe überreich zu geben, damit du in allem allezeit alle Genüge hast und überreich bist zu jedem guten Werk. 2. Korinther 9,8
Du bist in Not geraten, weißt nicht mehr aus noch ein und schreist zu Gott um Hilfe?!
HERR, sei mir gnädig, denn mir ist Angst! Psalm 31,10
Sei getröstet, denn…
Weil du an mir hängst, will ich dich retten. Ich will dich schützen, denn du kennst meinen Namen. Wenn du mich anrufst, dann will ich dich erhören. Ich bin bei dir in der Not und befreie dich und bringe dich zu Ehren. Psalm 91,14.15
Du möchtest das Leben für immer festhalten, hast Angst vorm Sterben und vor dem Tod? Glück gehabt, denn…
Jesus sagt zu dir: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wenn du mich annimmst, wirst du leben, auch wenn du stirbst. Und wenn du lebst und dich auf mich verlässt wirst du niemals sterben, in Ewigkeit nicht. Glaubst du das? Johannes 11,25.26
Auch wenn es gerade nicht danach aussieht: Es wird ein gutes Ende nehmen. Denn Gott sagt:
Alle Not wird vergessen sein, ich bereite ihr ein Ende. Ich selbst will an Jerusalem wieder Freude haben und über mein Volk glücklich sein. Niemand wird mehr weinen und klagen. Jesaja 65,16b.19