So wird es auch mit euch sein: Jetzt seid ihr voll Angst und Trauer. Aber ich werde euch wiedersehen. Dann wird euer Herz voll Freude sein, und diese Freude kann euch niemand nehmen. Johannes 16,22
Bei uns im Dorf ist es guter Brauch, zu einer Trauerfeier in der Kirche zusammenzukommen. Wir nehmen gemeinsam Abschied und hören auf die Osterbotschaft von der Auferstehung.
Eine Freundin fragt um Rat: „Der Pfarrer sagt bei einer Beerdigung immer, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Mein Mann hat da seine Zweifel und ich weiß nicht, wie ich es ihm erklären soll.“
Ich weiß keine rechte Antwort.
Eine langjährige Weggefährtin hatte für solche Situationen einen passenden Spruch. ‚Glauben heißt nicht wissen,‘ sagte sie, wenn wir beim Gespräch über die letzten Dinge nicht weiterkamen.
‚Glauben heißt nicht Wissen‘. Ja, stimmt.
Glauben heißt nicht Wissen. Leider. Zweifelnde fragen, suchen nach Antworten, suchen nach Gewissheit.
‚Wer sucht, der findet‘, geht’s mir durch den Kopf.
Trotzdem. Die Sache mit der Auferstehung bleibt ungewiss.
Aber… es gibt so etwas wie Glaubensgewissheit.
Denn … es ist doch nicht irgendwer, der ewiges Leben verspricht. Es ist Jesus! Und Jesus ist kein Lügner, oder? Wenn Er nicht glaubwürdig wäre, wer dann?!
Eine Begebenheit zum Schmunzeln am Rande
Im Kindesalter sollte sie das Glaubensbekenntnis aus dem Kleinen Katechismus auswendig lernen. Ihre Großmutter übte mit ihr und las ihr laut vor. Als Mädchen hörte sie gut zu und fand alles schön beschrieben. Nur eines verstand sie nicht. Wieso wurde dies aufgeschrieben und wieso sollte sie es lernen, wenn es nicht stimmte?! Jeder vorgelesene Abschnitt endete mit: Das ist gewiss nicht wahr! 🙂
„Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, … gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft … und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am Jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christus ein ewiges Leben geben wird.
Das ist gewißlich wahr.„
Quelle: Der Kleine Katechismus, Dr. Martin Luther, Evangelisches Gesangbuch Nr. 806.2
