Sie wunderten sich, ihn im Gespräch mit einer Frau anzutreffen. Johannes 4,27
Dieser Jude sitzt hier allein in der Mittagshitze beim Jakobsbrunnen und bittet sie um einen Schluck Wasser. Erstaunlich. Eigentlich vermeiden Juden jeden Umgang mit Samaritern.
Bei der Bitte um etwas zu trinken bleibt es nicht. Sie nutzt die Gelegenheit zu einem Gespräch. Er erzählt von besonderem Wasser, das wie eine Quelle bis ins ewige Leben weitersprudelt. Dann geht es um den richten Ort für die Anbetung Gottes. Und es geht um ihre bewegte Lebensgeschichte. (Er weiß von ihren fünf Ehen.)
Zuletzt geht es um den Messias, der als versprochener Retter kommen soll und alles erklären wird. Der Jude antwortet, dass Er es ist, mit dem sie gerade spricht. An dieser spannenden Stelle müssen sie das Gespräch beenden, denn seine Freunde kehren zurück, auf die er hier gewartet hat.
Die Freunde hüllen sich in Schweigen. Aber es ist offensichtlich, dass sie sich fragen, was er mit ihr redet und was er von ihr will.
Kurzentschlossen lässt sie den Wasserkrug stehen, läuft zurück ins Dorf und holt alle herbei. Sie sollen selbst sehen, ob dieser Jude vielleicht der versprochene Retter ist, wie er gesagt hat.
wahrgenommen – ernstgenommen – angenommen
Diese Geschichte ist eine einzige Wohltat. Jedenfalls für mich.
