Die Hälfte der Festwoche war schon vorüber, da ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte das Volk. Johannes 7,14
Ein großes Fest steht vor der Tür. Jesu Brüder fordern ihn zum Mitkommen auf. Das wäre die Gelegenheit, große Taten zu zeigen und bekannt zu werden. Wer bekannt werden möchte, versteckt sich nicht, sagen sie.
Doch Jesus will nicht mit. Er hat nicht nur Freunde in Judäa. Seine Zeit wäre noch nicht gekommen, antwortet er den Brüdern.
Dann geht er doch hin. Zunächst heimlich. Er mischt sich unters Volk, hört zu, was die Leute von ihm erzählen. Später, als das Fest beinahe vorüber ist, bringt Jesus die Leute im Tempel durch seine Schriftauslegung zum Staunen.
Auch heute ist Jesus eher selten der strahlende Mittelpunkt unserer großen Feste. Doch vielleicht ist er wie damals unerkannt dabei und hört zu, was wir von ihm sagen. Vielleicht bringt er uns im Gottesdienst, der zu einem großen Fest oft dazu gehört, zum Staunen über sein Wort. Wer weiß…
