Freundschaftsdienst

Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für seine Freunde opfert. Johannes 15,13

Hin und wieder nutze ich ein Bibelzitat zu Werbezwecken. Zum Beispiel für ein Kaffeetrinken der Senioren: Du schenkest mir voll ein. (Psalm 23,5). Oder für die Vermietung des Gemeinderaumes: Gastfrei zu sein vergesst nicht. (Hebräer 13,2)

Einmal fiel mir ein Bibelzitat in einer Nachrichtensendung auf. Der Bericht handelte von der Rede eines Staatspräsidenten anläßlich einer großen Feier zum Jahrestag. Aufmerksam hörte ich zu. Der Staatspräsident ermutigte seine Soldaten, für die Befreiung ihrer Freunde zu kämpfen. Wenn’s sein musste, bis in den Tod. In der Rede zitierte er aus Jesu Abschiedsreden kurz vor dessen Hinrichtung. Johannes, Kapitel 15 Vers 13.

Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für seine Freunde opfert. Johannes 15,13

Zutiefst erschrocken hatte ich den Atem angehalten und darauf gewartet, dass irgendetwas passiert. Blitzschlag. Sturm. Oder zumindest Protest. Doch nichts geschah. Nichts – außer dass einer Frau vor dem Fernseher der Atem stockte.

Gebet: Jesus Christus, ich bitte Dich um Feingefühl und Ehrfurcht im Umgang mit Deinem Wort. Ich bitte Dich um einen wachen Verstand und Urteilsvermögen, damit ich Missbrauch von Bibelzitaten erkenne. Hilf, dass Dein Wort der Liebe und dem Frieden dient. Ich danke Dir, denn Du hörst mir zu. Amen.

Nicht erschrecken

Du meinst, sterben müssen wie sowieso?

Stimmt.

Dann ist es nicht so schlimm, sterben zu müssen?!

Wahrscheinlich hast du Recht…  

Jesus könnte ein Lied davon singen… In Gethsemane hat er Blut und Wasser geschwitzt. 

Nein, das ist sie nicht. Sie ist selbstgemacht.

Ja, aber nicht so friedlich. – Und was ist jetzt mit dem Bibelvers?

 

Zwei Möglichkeiten?

Nun lese ich:

und weiter: