Tut eure Arbeit mit Lust und Liebe, als Leute, die nicht den Menschen dienen, sondern dem Herrn. Epheser 6,7
Wir hatten einmal eine gemeinsame Zeit im Hauskreis, dann trennten sich unsere Wege. Nun engagierte sie sich in der Ortsgemeinde und sie wurde in den Kirchenvorstand berufen. Darüber freute ich mich.
Heute hatte ich sie draußen beim Auflockern der städtischen Blumenbeete getroffen. Ich bot meine Hilfe an und lud sie hinterher zu einer Tasse Tee ein. Beides nahm sie gerne an. Nach getaner Arbeit saßen wir bei uns am Küchentisch.
„Wenn ich so hier sitze, kommen Erinnerungen auf,“ stellte sie fest, „es hat sich kaum etwas verändert.“
Wie „früher“ kamen wir schnell ins Gespräch. Sie erzählte von den 1000 Blumenzwiebeln, die sie im Herbst gepflanzt hatte und welche Freude ihr diese Arbeit macht.
Ich wiederum erzählte vom Bibelkreis. Der war zwar anders als unser Hauskreis „damals“, aber wir würden vieles lernen.
Das spräche sie überhaupt nicht an, erklärte sie (offen und ehrlich).
Ob ich mir vorstellen könne, ihr beim Pflegen weiterer Blumenbeete der Ortsgemeinde zu helfen, wollte sie wissen.
Ich musste eingestehen, mit der Arbeit in meinem eigenen kleinen Gärtchen restlos ausgelastet zu sein. Doch wenn sie mal wieder vor unserem Haus zu tun hätte, würde ich gern mit anfassen. Tee inklusive, versprach ich.
Sie lächelte verständnisvoll und nickte zustimmend: „So machen wir’s!“
Im Hinausgehen erklärte sie, sie hätte heute noch viel vor und bedankte sich für die Hilfe und die Einladung.
Ich wiederum bedankte mich für ihre Zeit und die 1000 Blumenzwiebeln (auf deren Blühen ich mich schon freute). Schön, dass sie mit Lust und Liebe gepflanzt wurden.
